Nachbericht zur Bürgerversammlung

Am 16. November konnte nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause wieder eine Bürgerversammlung in Präsenz durchgeführt werden.

95 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und haben sich durch Ersten Bürgermeister Christian Wilhelm über die aktuellen Projekte im Stadtgebiet informieren lassen.

In seinen einleitenden Worten sprach er von den aktuellen Herausforderungen, denen die Bürgerinnen und Bürger gegenüberstehen, wie die Corona-Pandemie, die Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine und die allgemeine Unsicherheit. Er appellierte an den Zusammenhalt in der Bevölkerung und rief zu einem positiven Umgang mit den Herausforderungen auf.

Investitionen in Sonthofen

In Sonthofen erkennt er, trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten, eine hohe Investitionsfreude. So sprach er davon, dass Sonthofen gerade die größte Baustelle Bayerns sei, da allein der Ausbau der GOB-Kaserne einen Umfang von 270 Millionen Euro hat.

Die Stadt selber hat auch investiert, was sich in der Schuldenentwicklung niederschlägt. Denn nach Jahren des Schuldenabbaus mussten neue Schulden aufgenommen werden, um wichtige Projekte, wie den Umbau des Bahnhofsumfeldes, den Neubau des AlpenStadtMuseums und die Straßensanierungen stemmen zu können. Positiv hierbei ist, dass diese Investitionen durchgeführt werden konnten, bevor sich die Baukosten und Zinsen negativ entwickelt hatten.

Die Ausführungen zur Stadtentwicklung begann Bürgermeister Wilhelm dann auch mit guten Nachrichten von einem der größten Projekte in Sonthofen. Denn das AlpenStadtMuseum wird am 26. Januar eröffnet und vermittelt informative und unterhaltsame Einblicke in die Entwicklung Sonthofens seit seiner Besiedlung. Die Kosten in Höhe von 10,9 Millionen Euro werden zum größten Teil durch Fördergelder abgedeckt (7 Millionen Euro), es verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 3,9 Millionen Euro.

Bei seinem weiteren „Flug über Sonthofen“ stellte er die Entwicklungen im Goethe-Quartier, in der Flurstraße und in der Fußgängerzone mit dem Neubau des Gasthofs Hirsch vor.

Mobilitätszentrum und Postgelände 

Danach berichtete er von der Fertigstellung des Mobilitätszentrums mit den Einzelprojekten Busbahnhof, Bahnhofsvorplatz, Bahnhofsgebäude mit Hotel und den Planungen zum Umbau des Postgeländes mit der Errichtung von Wohn- und Gewerbeflächen. Positiv vermelden konnte er, dass der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe Sonthofen und Altstädten für 2026 durch die Deutsche Bahn gesichert ist.

Vor allem die Situation der Postdienstleistungen beschäftigt die Bürgerinnen und Bürgern weiter. Dies zeigten auch die eingegangenen Anfragen aus der Bürgerschaft. Bürgermeister Wilhelm zeigte hier auf, dass die Stadt Sonthofen durch Petitionen des Stadtrats und auch durch seine persönlichen Kontakte die Schließung der Filiale am Bahnhof zu verhindern versuchte. Aufgrund von strategischen Entscheidungen der Post und ihrer Partner wird allerdings am Verbleib der Postbanken mit Übernahme von Postdienstleistungen deutschlandweit nicht mehr festgehalten, so dass auch der Standort Sonthofen nicht zu halten war. Diese Dienstleistungen haben nun verschiedene Einzelhändler im Stadtgebiet übernommen (Bäckerei Franz & Xaver, Feneberg Lebensmittelmarkt, Aral Tankstelle Rieden). Das Gelände der Post wurde durch einen Investor erworben, der hier Wohn- und Gewerbeflächen errichtet.

In seinen weiteren Ausführungen berichtete er über die geplante Verlagerung der Postzustellzentrums. Dies soll zukünftig in Rieden angesiedelt sein. Hier stehen Gewerbeflächen zur Verfügung, die sich für solch ein Zentrum eignen würden. Um die AnwohnerInnen umfassend zu informieren, wurde im September das Vorhaben vorgestellt. Aktuell läuft zudem ein weiteres Verfahren zur Verbesserung der verkehrlichen Situation in Rieden.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Wilhelm in der Innenstadtentwicklung. Hier stellte er den Stadtentwicklungsprozess mit dem Masterplan Innenstadt vor. Erste sichtbare Maßnahme ist die Umgestaltung des Alemannenplatzes mit einer attraktiven Anbindung an die Fußgängerzone, verbesserten und sicheren Fußwegeverbindungen und einer neu strukturieren Parkplatzsituation.

Ein überregionales Projekt ist der Ausbau der B19. Hier rechnet Wilhelm mit einem Baubeginn im kommenden Herbst. Im ersten Bauabschnitt wird die Illerbrücke neu gebaut. Das Schlachthaus muss hierfür weichen und wird voraussichtlich auf Ofterschwanger Flur, in der Nähe der neu zu bauenden Brücke, seinen neuen Standort haben.

In 2023 erwarten die Stadt mit der Sanierung der Marktangergarage, einer größeren straßenbaulichen Maßnahme in der Bahnhofstraße und der Vorbereitung der Übergabe der weiterführenden Schulen an das Landratsamt weitere zukunftsweisende Aufgaben.

Der Fachkräftemangel sowohl in der Verwaltung, als auch im sozialen Bereich stellt hier noch eine größere Herausforderung dar, die es zu bewältigen gilt. Alle gefragt sind zudem bei der Bekämpfung des Klimawandels. Hier stellte Bürgermeister Wilhelm die Ergebnisse der Bemühungen in den letzten Jahren dar und konnte auch Verbesserungen zum Beispiel im Wärme- und Stromverbrauch bei den städtischen Liegenschaften präsentieren.

In der anschließenden Fragestunde, wie auch in den Gesprächen im Foyer mit den ebenfalls anwesenden Vertretern der Fachbereiche der Stadtverwaltung konnten die BürgerInnen ihre individuellen Anliegen vorbringen. Auch außerhalb einer Bürgerversammlung stehen die KollegInnen für Fragen und Wünsche gerne zur Verfügungen.

Hier gehts zur Präsentation zur Bürgerversammlung 

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