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Willkommen bei der Stadtverwaltung Sonthofen

Spielplan des städtischen Theaters

In der Spielzeit 2019/2020 können Sie zwischen mehreren Abos wählen. Selbstverständlich erhalten Sie für alle Vorstellungen auch Karten im Freiverkauf (Abendkasse jeweils ab 19.00 Uhr bei den Abendveranstaltungen).

Vorstellungen in Sonthofen

Mein Mann hat Schnupfen

Dienstag, 12. November 2019
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie von Peter Förster
mit Freya Kreutzkam und Mora Thurow von den Kammerspielen Dresden

Sind die Kinder kurz nach dem Wahnsinn der Pubertät stubenrein und fast aus dem Haus, könnte Frau eigentlich durchatmen und das Leben genießen. Wäre da nicht der Ehemann! Dessen schlechte Laune entpuppt sich als Dauerzustand, und so muss Frau die maskulinen Belehrungsanfälle des Gatten allein ertragen. Da Frau Tennis- oder Skilehrer mangels Gelegenheit nicht tröstend zur Seite stehen können, droht ein posterotisches Inferno mit „N“ („N” wie „Nichts“). Doch es kommt noch schlimmer, der Mann wird von einer furchtbaren Krankheit befallen: einer Erkältung. Der Herr im Haus – vermeintlich dem starken Geschlecht zugehörig – entpuppt sich als jammernder Angsthase – denn ein Arztbesuch scheint unausweichlich …

Kunst

Freitag, 7. Februar 2020
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie von Yasmina Reza
Eine Inszenierung des EURO-STudio Landgraf Neustadt/Titisee
mit Luc Feit, Heinrich Schafmeister, Leonhard Lansik

Marc ist entsetzt: Sein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter sechzig auf ein Meter zwanzig, ganz in Weiß. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Aber es ist natürlich nicht irgendein Bild, sondern ein echter Antrios. Für 200.000 Francs. Geradezu ein Schnäppchen! Serge liebt das Bild. Natürlich erwartet er nicht, dass alle Welt es liebt, aber zumindest von seinem Freund Marc hatte er das erwartet. Marc ist verunsichert. Er zweifelt am Verstand seines Freundes. Und sucht als Verbündeten den gemeinsamen Freund Yvan. Doch Yvan findet, dass Serge mit seinem Geld machen kann, was er will. Und bald geht es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, was Kunst sei, sondern um das Bild, das jeder der drei Freunde sich von den anderen gemacht hat und das nun plötzlich in Frage gestellt ist.

EURO-Studio Landgraf Neustadt/Tittisee
4. Platz INTHEGA-Preis
DIE NEUBERIN 2017

Die Räuber

Dienstag, 3. März 2020
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

nach dem Drama von Friedrich Schiller in Bearbeitung durch das NEUE GLOBE THEATER
mit dem Ensemble des Neuen Globe Theaters, Potsdam

Karl und Franz Moor sind Brüder. Franz, der jüngere, hasst Karl. Er neidet ihm das Erbe, das dem Erstgeborenen zusteht, neidet ihm seine Braut Amalia, die Liebe des Vaters, die alles verzeiht, auch, dass Karl in seinem Studienort über die Stränge schlagt. Franz, der alles entbehrt, will Herr sein. Das „Böse“ zu wollen heißt, sich Karls Welt gewaltsam anzueignen. Und es gelingt ihm, das Band zwischen dem Vater und Karl zu zerschneiden. Der alte Moor droht darüber zu sterben – Karl wird zum Räuber und Mörder, zum Gesetzlosen. Mit aller Kraft will er diejenigen bekämpfen, die ihn willkürlich und voller Kälte schutzlos gemacht haben. Neben dem persönlichen Konflikt, der enttäuschten Liebe zwischen dem Vater und den Söhnen, zwischen Franz und Amalia, gibt es noch einen politischen Aspekt im Stück: Karl kehrt seiner bürgerlichen Welt den Rücken und zieht in einen Krieg gegen das Establishment, er radikalisiert sich, wird zum „Terroristen“. Franz etabliert auf seine eigene Art ebenfalls den Terror zum Herrschaftsprinzip, wendet sich radikal von innen gegen das System, in dem er lebt. Wir erleben Outlaws, die bis zur letzten Konsequenz alles um sich herum in ihren eigenen Abgrund ziehen und selbst verglühen. Zentrales Motiv der Figuren ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl und ihr Verhältnis zu Gerechtigkeit, Gesetz, Moral und persönlicher Freiheit.

Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse

Donnerstag, 12. März 2020
10 Uhr – Haus Oberallgäu

Kindervorstellung ab 5 Jahren nach dem Bestseller von Christine Nöstlinger
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

Christine Nöstlingers Plädoyer für eine unbeschwerte Kindheit ist ein charmantes, fantasievolles Vergnügen für die ganze Familie. Lustig und besinnlich zugleich wird erzählt, wie aus einem Konservenkind ein ganz besonderer Junge wird und wie in jedem von uns, auch in der verrücktesten Chaotin, das Potential steckt, ein Kind großzuziehen.
Die schräge Berti Bartolotti erhält ein Paket, das sie gar nicht bestellt hat. Darin ist eine riesengroße Konservenbüchse, in der wiederum sich Konrad befindet. Konrad ist ein unfassbar höflicher, wohlerzogener Junge, der in einer Fabrik hergestellt wurde. Nach dem anfänglichen Schock schließt Berti den unerwarteten Familienzuwachs schnell ins Herz und ist in ihrer neuen Rolle als Mutter überglücklich.
Als die Firma das Kind wiederhaben will, weil die Auslieferung nur ein Fehler war, will die neue Mutter Konrad auf keinen Fall hergeben. Da gibt es nur eine Lösung: Mit Liebe, ein bisschen Anarchie und der Hilfe ihrer Freunde und Nachbarn beginnt Berti aus dem Einheits-Musterknaben ein fröhliches Kind zu machen, das die Fabrik gar nicht mehr zurück haben möchte. Denn: „Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.“

Demut vor deinen Taten, Baby

Donnerstag, 19. März 2020
10 Uhr – Haus Oberallgäu

Jugendvorstellung nach dem Drama von Laura Naumann
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

Bettie, Mia und Lore sind auf dem Damenklo eines Flughafens, als ein zurückgelassener Koffer Terroralarm auslöst. Die Toilette wird abgeriegelt, der Flughafen evakuiert, und die drei bleiben hilflos in ihren Kabinen zurück. Die gemeinsam zu überstehende Todesangst schweißt die eben noch unbekannten Frauen zu Freundinnen fürs Leben zusammen. Als die Entwarnung kommt, bemerken sie, dass alle Lebenskrisen ausgelöscht wurden durch das wohlige Gefühl, gerade noch einmal davongekommen zu sein. Und plötzlich ist die Idee da: Ein weibliches Überfallkommando bilden und Anschläge in Diskos und Supermärkten vortäuschen, um den vermeintlichen Opfern das gleiche Glücksgefühl zu bescheren! Pussy Riot, Drei Engel für Charlie, Thelma & Louise haben abgedankt – jetzt kommen Bettie, Mia und Lore!
Da das Konzept aufgeht, kauft die Regierung ihnen die Idee ab. Die drei expandieren; die Stimmung im Land steigt, die Geburtenrate wächst, und der Leichtsinn macht sich breit. Als das Wirtschaftssystem zu kollabieren droht, soll das Trio, diesmal mit einem echten Anschlag, die Menschen an den Ernst des Lebens, Versicherungen und Rücklagen erinnern …

Honig im Kopf

Mittwoch, 13. Mai 2020
20 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie nach dem Drehbuch von Hilly Martinek und Til Schweiger
mit dem Ensemble des Theaters Schloss Maßbach

Das Mädchen Tilda und ihr Opa Amandus haben eine sehr enge Verbindung. Als Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist, nach dem Tod seiner Frau zusehends abbaut, nimmt ihn Tildas Familie bei sich auf. Doch seine Krankheit stellt Tildas Eltern Niko und Sarah auf eine harte Probe. Zumal beide sehr mit sich und ihrer Arbeit beschäftigt sind und auch in ihrer Ehe nicht alles rund läuft. Allein Tilda schafft es, ihrem Opa mit Verständnis zu begegnen. Als Niko seinen Vater in seiner Verzweiflung in einem Heim anmelden will, entführt Tilda Amandus kurzerhand nach Venedig – eine abenteuerliche Reise der besonderen Art ...


Vorstellungen in Immenstadt (Hofgarten)

Das Haus

Dienstag, 22. Oktober 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Komödie von Brian Parks, adaptiert von René Heinersdorff
Gastspiel der Agentur Theaterlust, München

Seit über 20 Jahren leben die Rotemunds schon in ihrem geliebten Eigenheim am idyllischen Stadtrand. Die Kinder sind aus dem Haus. Ein gutes Leben, eine gute Zeit. Bevor nun aber aus all dem Guten eine stille, langweilige Einöde wird, beschließen die beiden mutig, das Haus zu verkaufen und zu schauen, was das Leben im hinteren Drittel noch für sie bereithält. Leicht fällt ihnen diese Trennung nicht. Aber zum Glück hat man ja die beiden Lindners gefunden. Zwei wunderbare junge Menschen, die genau da stehen, wo die Rotemunds an diesem Platz vor vielen Jahren angefangen haben. Ihnen kann man das Haus mit gutem Gefühl verkaufen.
Die Verträge sind unterschrieben, die Koffer nahezu gepackt. Die Schlüsselübergabe soll nun auch symbolisch eine neue Zeit einläuten. Das will man in netter Runde mit einem guten Glas begießen. Soweit alles bestens! Oder etwa nicht?
Zu Beginn überschlagen sich alle mit Komplimenten und Nettigkeiten. Alles ist wunderbar: das Haus, die Lage, die Nachbarn! Als Moritz Lindner aber, ganz nebenbei, fallen lässt, sie wollten manche Räume vielleicht doch rot streichen, löst das eine erste kleine Irritation aus. Aber wirklich nur eine kleine, noch ist alles völlig im Rahmen…

Pumuckl zieht das große Los

Dienstag, 26. November 2019
vormittags – Hofgarten Immenstadt

Kinderaufführung ab 4 Jahren nach Ellis Kaut
mit dem Ensemble der Burghofbühne Dinslaken

Jeden Tag nur Sägespäne, Hobelstaub und maximal noch einen Streich, den man Meister Eder spielen kann – das ist zwar ganz schön, aber Pumuckl will mehr. Und Meer! Er will auf Wellen schaukeln und Seeluft in den roten Haaren spüren. So kann er sein Glück nicht fassen, als Meister Eder bei einem Preisausschreiben eine Schiffsfahrt gewinnt. Sollte Pumuckl vielleicht endlich andere Kobolde oder gar die berühmten Klabauter auf dem Schiff treffen? Noch ahnt er nicht, dass genau diese Seegeister hinter dem Losglück stecken und sie Pumuckl absichtlich aufs Schiff gelockt haben, um ihn in die Tiefen des Meeres zurückzuziehen. Denn ein Kobold, der bei einem Menschen lebt – das geht doch nicht. Schiff oder Werkstatt? Klabauterleben oder die Freundschaft zu Meister Eder? Pumuckl muss sich entscheiden ...

Fahrenheit 451

Mittwoch, 27. November 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury
mit dem Ensemble des Landestheaters Dinslaken

451 Grad Fahrenheit – das ist die Temperatur, bei der Papier anfängt zu brennen. Der Feuerwehrmann Guy Montag kennt die Zahl gut, denn in Ray Bradburys Zukunftsvision wird die Feuerwehr nicht mehr zum Löschen von Bränden eingesetzt, sondern um Feuer zu legen. Sie richtet ihre Flammenwerfer gegen die letzten Zeugnisse der Vergangenheit aus Papier, die Bücher. Das System will es so, denn es propagiert: Kunst ist Gewalt, Wissen ist Gefahr, und beides muss vernichtet werden. Durch die Begegnung Montags mit der jungen Frau Clarissa, die ihm von einer anderen, besseren Welt berichtet, wachsen Zweifel in ihm: Was macht die Menschen wirklich glücklich? Und warum sind Bücher überhaupt gefährlich? Gibt es ein Denken neben der vorgegebenen Linie der Regierung? Montag will nicht mehr vergessen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten beginnt er im Verborgenen zu lesen und Widerstand zu leisten.
Ray Bradbury hat mit „Fahrenheit 451“ einen modernen Klassiker geschrieben. Er beschreibt eine hochtechnisierte Gesellschaft, in der Bücher, Literatur und Philosophie systematisch ausgerottet werden, weil selbstständiges Denken die Gesellschaft destabilisieren würde. Doch was passiert mit dieser Welt, wenn wir alle Gedanken, die schon einmal formuliert wurden, aufgeben und uns nur noch massenmedial einlullen lassen? Ein zeitloses Plädoyer für das Erinnern und das Denken!

Wunschkinder

Freitag, 13. Dezember 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Lutz Hübner
mit dem Ensemble des EURO-Studio Landgraf

ELTERN WERDEN IST NICHT SCHWER, ELTERN SEIN…
Bettine und Gerd haben ein Problem: Ihr Sohn Marc, der vor ein paar Monaten mit Ach und Krach sein Abi geschafft hat, hängt seitdem zuhause rum und tut nichts als schlafen, fernsehen, kiffen, den Kühlschrank leerfressen und Party – und das natürlich inklusive Wäschewasch-Service in elterlicher ‚Vollpension’.
Keine Initiative, kein Plan in Sicht. Nichts. Das treibt besonders Vater Gerd zur Weißglut, der als leitender Bauingenieur eines internationalen Konzerns lösungsorientiertes Handeln gewöhnt ist. Genauso könnte man einen Pudding nach dem Sinn des Lebens fragen, klagt er.
Doch Druck hilft nicht. Und Diskussionen schon gar nicht! Aber ganz raushalten und einfach machen lassen, wie es Bettines alleinerziehende Schwester Katrin vorschlägt, ist auch keine Lösung. Dabei meinen es Bettine und Gerd doch nur gut.
Was haben sie bloß falsch gemacht?
Aber dann lernt Marc Selma kennen, die in puncto Zielstrebigkeit sein genaues Gegenteil ist: Sie holt an der Abendschule gerade ihr Abi nach, hat zwei Jobs und kümmert sich auch noch um ihre psychisch labile Mutter Heidrun, die als Köchin in einer Werkskantine arbeitet. Aus den beiden ungleichen 19-Jährigen wird ein Liebespaar. Und endlich scheint es auch aufwärts zu gehen mit Marcs Antriebskraft. Er und Selma wollen sogar zusammenziehen. Doch dann ist Selma plötzlich schwanger.
Sofort startet Bettines und Gerds Fürsorge-Wahn. Sie machen sich an die Zukunftsplanung für Sohn und Enkelkind in spe. Dafür sind Eltern ja schließlich da!
Nur Selma und Marc hat noch niemand gefragt …

Peer Gynt

Freitag, 10. Januar 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Drama von Henrik Ibsen
mit dem Ensemble des Theaters an der Ruhr

Das berühmte Bild von der Zwiebel, die nur aus Häuten besteht und kein Inneres, kein Zentrum, keine Substanz besitzt, treibt Peer Gynt, den zweiten großen Kern-Forscher der europäischen Dramatik neben Goethes Faust, am Ende seines Lebens zur Verzweiflung. Zerrissen zwischen dem Begehren, nicht er selbst sein zu wollen und nichts anderes als er selbst sein zu wollen, zwischen seinem unbändigen Freiheitsdrang, der keine Festlegung auf bestimmte Haltungen und Prinzipien erlaubt, und der Sehnsucht nach einem starken, unverwechselbaren Ich mit unwandelbaren Charakterzügen rast Peer durch die Welt. Ein Außenseiter, der in der bäuerlichen Umgebung seiner norwegischen Heimat keinen Halt und keine Perspektive findet, macht er sich
auf den Weg über Amerika, wo er Großreeder wird, nach Nordafrika, wo er von Wüstensiedlungen träumt und als Prophet auftritt, bis er schließlich in der Irrenanstalt von Kairo landet. Die erträumte Rückkehr führt in eine radikal veränderte innere Landschaft, behaust von allegorischen Gestalten, die Peer zwingen wollen, Bilanz zu ziehen, und von einer großen Liebe, die ein Leben lang gewartet haben könnte.

Madame Bovary

Dienstag, 11. Februar 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel nach dem Roman von Gustave Flaubert
Eine Inszenierung von THEATER WAHLVERWANDTE in Kooperation mit T:K-Theater Kempten und Tournee-Theater THESPISKARREN

Emma wächst nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf einem abgelegenen Bauernhof in der Normandie auf. Sie liest leidenschaftlich gern, träumt von der großen Liebe und der weiten Welt. Beides erhofft sie sich von der Heirat mit dem Landarzt Charles Bovary. Der jedoch erweist sich bei aller Verehrung für seine Frau als schlicht und ambitionslos. Zudem mischt sich seine engstirnige Mutter ständig in das Leben des jungen Paares ein. Nach einer eher zufälligen Einladung auf einen Ball in adeligen Kreisen werden Emmas Mädchenträume zur Obsession. Charles hofft, die „Beklemmungen“ seiner Frau durch einen Ortswechsel heilen zu können. In ihrer neuen Heimat Yonville erwartet das Ehepaar jedoch nur kleinbürgerliche Enge, personifiziert in der Gestalt des selbstherrlichen Apothekers Homais, der sich selbst für einen fortschrittlichen Freigeist hält. Emma versucht, ihre Leidenschaften in Affären mit dem gewieften (Land-) Don Juan Rodolphe und dem schüchternen, aber Kunst liebenden Kanzlisten Léon auszuleben. Um wenigstens etwas Luxus in ihrem Leben zu haben, verschuldet sie sich immer mehr bei dem schmierigen Geschäftsmann Lheureux. So wird sie erpressbar, und die allgegenwärtige, tratschsüchtige Dorfgemeinschaft macht ihr das Leben zur Hölle.

Konstellationen

Dienstag, 10. März 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Nick Payne
Eine Inszenierung des Renaissance-Theaters Berlin in Kooperation mit EURO-Studio Landgraf
mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warns

„Was wäre, wenn …?“ Diese Frage hat sich sicherlich jede/r von uns schon einmal gestellt. Was wäre, wenn ich eine andere Entscheidung getroffen, etwas anderes gesagt hätte, um eine andere Ecke gebogen wäre? Wäre alles anders, wenn ich früher bzw. später bzw. gar nicht…???
Leider kann man nie wissen, was sich verändert hätte, wenn… Schließlich hat man nur das eine Leben, den einen Moment. Aber als Gedankenspiel ist es schon reizvoll, wenn man alle Möglichkeiten durchspielt und die lineare Folge von Aktion und Reaktion aushebelt. Eine Frau trifft einen Mann. Sie werden ein Paar – oder auch nicht. Nur ein anderes Wort, ein anderer Blick kann entscheidend dafür sein, wie und ob es überhaupt weitergeht. Hier befinden wir uns in einem Multiversum, in dem sämtliche vorstellbaren Ereignis-Varianten gleichzeitig nebeneinander existieren. Und diese parallelen Wirklichkeiten werden uns auf der Bühne hintereinander vorgeführt: Bei einer Grill-Party begegnet der bodenständige Imker Roland der intelligenten Quantenphysikerin Marianne. Das ist die Ausgangssituation, von der aus sich etwas entwickelt (oder eben nicht). Wir erleben Roland und Marianne in einer Reihe von verschiedenen Beziehungs-Situationen – erstes Treffen, erster gemeinsamer Abend, Heiratsantrag, Seitensprunggeständnis und Trennung, nach einer Krankheitsdiagnose, zufälliges Wiedersehen – und das in allen möglichen Variationen….
Ausgezeichnet mit dem Evening Standard Theatre Award 2012 als bestes Stück.

Die Wanderhure

Dienstag, 31. März 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Gerold Theobaltnach dem historischen Roman von Iny Lorentz
Gastspiel der Agentur Theaterlust, München
u. a. mit Anja Klawun und Reinhold Behling

Es könnte so einfach sein. Marie, Tochter eines reichen Tuchhändlers, liebt Michel. Keine gute Partie, so ein Wirtssohn, aber… Sie könnten weggehen aus Konstanz. Maries Vater allerdings hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Die Frau von Ruppertus Splendidus soll sie werden, dem Sohn des Reichsgrafen von Keilburg. Niemals! Stolz schmettert Marie dem ungeliebten Verlobten ihr Nein entgegen. Was sie nicht weiß: Sie und ihr Vater sind Opfer einer Intrige. Plötzlich wird Marie der Hurerei bezichtigt. Sie, die Unschuld selbst! Sie wird eingekerkert und vergewaltigt, kommt vors Kirchengericht, beteuert und fleht vergeblich. Ihr Vater, der sie schützen will, wird ermordet, Marie am Schandpfahl fast totgeschlagen und dann aus der Stadt gejagt.
Aber der Mensch ist ein zähes Wesen. Marie überlebt und schwört Rache. Nichts wird sie davon abbringen, die, die ihr Leben zerstört haben, zu stellen und zu vernichten. Doch sie – eben noch die ehrbare Bürgerstochter – ist entrechtet und ohne Heimat. Nur als Prostituierte kann sie sich durchbringen, als „Hübschlerin“, als Wanderhure. Aber als Hure hat sie auch Macht – wenn sie geschickt ist. Und alle ihre Gaben nutzt, ihre Schönheit, ihre Intelligenz und ihren Mut der Verzweiflung. Marie hat nichts mehr. Jetzt will sie Macht und Rache. Wird sie beides bekommen? Hat sie überhaupt eine Chance?

Passagier 23

Montag, 20. April 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

nach dem Bestseller von Sebastian Fitzek, für die Bühne bearbeitet von Christian Scholze
mit dem Ensemble des Berliner Kriminaltheaters

Dreiundzwanzig Personen sind es jedes Jahr weltweit, die während einer Reise mit einem Kreuzfahrtschiff verschwinden. 23, bei denen man nie erfährt, was passiert ist. Noch nie ist jemand zurückgekommen. Bis jetzt, bis auf Anouk, ein Mädchen, das vor einem halben Jahr mit seiner Mutter verschwand. Anouk, die wieder auftaucht. In ihrem Arm hält sie einen Teddybär. Und es ist nicht ihr eigener. Der mysteriöse Anruf kommt mitten während eines Einsatzes. Der Polizeipsychologe Martin Schwartz muss sofort nach England reisen und an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Sultan of the Seas“ kommen. Nie wieder wollte er ein Schiff betreten, nie wieder seine zerstörte Seele den Qualen der Erinnerung aussetzen. Vor fünf Jahren ist sein Sohn mit seiner Frau auf eben diesem Kreuzfahrtschiff verschwunden, niemand hat etwas gesehen, die Polizei ging von Selbstmord aus. Doch nun soll es Hinweise darauf geben, was seiner Familie zugestoßen ist. Kein Zweifel, es ist der Teddy seines Sohnes. Für ihn bricht erneut eine Welt zusammen, der Albtraum, von dem er dachte, er könnte nicht schlimmer werden, fängt erst an. Das Schiff legt ab, begibt sich auf den Weg nach New York. 3.000 Passagiere, ein traumatisiertes Mädchen, ein zutiefst verstörter Polizeipsychologe – und ein Mörder auf der Jagd.

Clowns 2 1/2 (statt "Kapriolen mit Juliette")

Mittwoch, 6. Mai 2020
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Ein komisch-musikalisches Unternehmen von Roberto Ciulli und Matthias Flake
Regie Roberto Ciulli
Mit Matthias Flake, Rupert J. Seidl, Petra von der Beek, Simona Thoma, Dagmar Geppert, Albert Bork, Klaus Herzog, Fabio Menénez, Volker Roos u.a.