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Was ist Fairer Handel?

Der Faire Handel ist eine internationale Bewegung für mehr Gerechtigkeit im Welthandel: Er bietet benachteiligten Produzenten in den Ländern des Südens eine faire Chance, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz dauerhaft zu sichern.

Es geht um gute Produkte zu fairen Preisen, die Produzenten nicht in den Ruin treiben, sondern ein Leben in Würde sowie Investitionen in die Zukunft ermöglichen. Es geht aber auch darum, über Bildung, Information und politisches Handeln Ideen und Schritte hin zu einem gerechteren Welthandel aufzuzeigen.

 

Fairtrade-Siegel


Was bedeutet das Fairtrade-Siegel?

1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

TransFair handelt nicht selbst mit Waren. Der Verein vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair ist also keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit einem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden. Zu den Aufgaben von TransFair gehören auch Marketing und die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, um das Fairtrade-Siegel und den Fairen Handel bekannter zu machen.

Die unabhängige Überwachung der Einhaltung der Regeln des fairen Handels seitens der Lizenznehmer prüft die internationale Zertifizierungsstelle FLOCERT. Seit 2003 ist das Fairtrade-Siegel in vielen Ländern einheitlich gestaltet. Mittlerweile können fair gehandelte Produkte in 24 Ländern am einheitlichen Fairtrade-Siegel erkannt werden.


Wer profitiert vom Fairen Handel?

Der Faire Handel fördert gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeeinrichtungen. Die Organisationen setzen sich für die nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein. In den Genossenschaften vor Ort sind die Kleinbauern an allen wichtigen Entscheidungen direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Kontakte zum Management, aber auch für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel.

Bei Plantagenprodukten wie Tee, Orangen und Bananen werden die Pflückerinnen und Pflücker gefördert. Sie sind die am meisten benachteiligten Glieder der Produktionskette, und der Faire Handel hilft ihnen, selbstbewusster im internationalen Handel zu agieren. Die Betriebe und Plantagen verpflichten sich zur Einhaltung der sozialen und ökologischen Mindeststandards. Vertreter der Plantagen und der Tagelöhner bilden ein Gremium, das so genannte Joint Body, das über die Verwendung der Fairtrade-Prämien entscheidet. Die Produzenten bilden sich in den Bereichen Produktionsverfahren und Marketing weiter. Darüber hinaus werden Sozialprojekte wie Schulen, Gemeinschaftsräume, Werkzeug, Brunnen, Apotheken, Schulstipendien und vieles mehr finanziert. Insgesamt profitieren rund 700 Bauernkooperativen und Plantagen in 58 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas vom Fairen Handel mit dem Siegel; darin sind rund 1,6 Millionen Bauern und Arbeiter vertreten. Und wir Konsumenten in Deutschland profitieren von der guten Qualität der Fairtrade-Produkte und erhalten Produkte, die mit großer Sorgfalt hergestellt wurden, ausgezeichnet schmecken und nicht mit Pestiziden belastet sind.


Partner des Fairen Handels

Für den Fairen Handel in der Region stehen die Weltläden Oberallgäu:

Sonthofen, Schlossstraße 4
Oberstdorf, Oststr. 24
Immenstadt, Bahnhofstr. 2
Kempten, Promenadestr. 1

>> Weitere Infos www.weltladen-oberallgaeu.de