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Was ist in der Alpenkonvention im Wesentlichen geregelt ?

Was ist in der Alpenkonvention im Wesentlichen geregelt ?

Besuch von Herrn Reiterer vom ständigen Sekretariat der Alpenkonvention

Seit 2003 verfügt die Alpenkonvention über ein Ständiges Sekretariat mit Sitz in Innsbruck/Österreich. Im Mai 2015 war der derzeitige Generalsekretär der Alpenkonvention,
Markus Reiterer (zweiter von links), zu Besuch in Sonthofen, um die Alpenstadt Sonthofen näher kennen zu lernen und verschiedene Themen zu besprechen.

Die einzelnen Forderungen der Alpenkonvention im Überblick

Bevölkerung und Kultur

Achtung, Erhaltung und Förderung der kulturellen und gesellschaftlichen Eigenständigkeit der Bevölkerung.
Sicherung der Lebensgrundlagen, umweltverträgliche Besiedelung und wirtschaftliche Entwicklung.
Förderung des gegenseitigen Verständnisses und partnerschaftlichen Verhaltens alpiner und außeralpiner Bevölkerung.

Raumplanung und nachhaltige Wirkung

Sicherung einer sparsamen und rationellen Nutzung und einer gesunden, harmonischen Entwicklung des Gesamtraumes.

Luftreinhaltung

Drastische Verminderung von Schadstoffemissionen und der Schadstoffverfrachtung von außen auf ein Maß, das für Menschen, Tiere und Pflanzen nicht schädlich ist.

Bodenschutz

Verminderung der quantitativen und qualitativen Bodenbeeinträchtigungen insbesondere durch bodenschonende land- und forstwirtschaftliche Produktionsverfahren.
Sparsamer Umgang mit Grund und Boden; Eindämmung der Erosion und Beschränkung der Versiegelung von Böden.

Wasserhaushalt

Erhaltung oder Wiederherstellung gesunder Wassersysteme insbesondere durch Reinhaltung der Gewässer, durch naturnahen Wasserbau, durch eine Nutzung der Wasserkraft unter gleicher Berücksichtigung der Interessen der ansässigen Bevölkerung und der Umwelt.

Naturschutz und Landschaftspflege

Schutz, Pflege und Wiederherstellung von Natur und Landschaft, dass die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme, die Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensräume, die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Leistungsfähigkeit der Naturgüter sowie Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Natur und Landschaft in ihrer Gesamtheit gesichert werden.

Berglandwirtschaft

Bewirtschaftung der traditionellen Kulturlandschaften; Erhaltung einer standortgerechten, umweltverträglichen Landwirtschaft unter Berücksichtigung der erschwerten Wirtschaftsbedingungen.

Bergwald

Stärkung der Waldfunktionen, insbesondere der Schutzfunktion durch Verbesserung der Widerstandskraft der Waldökosysteme (naturnahe Waldbewirtschaftung).

Tourismus und Freizeit

Einschränkung umweltschädlicher Aktivitäten; Einklang zwischen Tourismus- und Freizeitaktivitäten und den ökologischen und sozialen Erfordernissen.

Verkehr

Senkung der Belastung auf ein Maß, dass für Menschen , Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensräume erträglich ist - u.a. durch Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene.

Energie

Natur- und landschaftsschonende sowie umweltverträgliche Erzeugung, Verteilung und Nutzung der Energie; Förderung energiesparender Maßnahmen.

Abfallwirtschaft

Besondere Berücksichtigung der Abfallvermeidung, Abfallerfassung, Abfallverwertung und -entsorgung.


Verknüpfung der Alpenstadt-Idee mit den Forderungen der Alpenkonvention

Alpenbewusstsein stärken

Die "Alpenstadt des Jahres" ist Teil der Alpen und hat damit Anteil an diesem wertvollen Lebens-, Kultur- und Naturraum. Sie nimmt ihre besondere Verantwortung für die Erhaltung des kulturellen und natürlichen Erbes wahr und bemüht sich um dessen nachhaltige Entwicklung ("Identität").

Bevölkerung beteiligen

Die Aktivitäten im Rahmen der "Alpenstadt des Jahres" sind öffentlich. Alle interessierten Personen und Vereinigungen können und sollen mit eigenen Projekten mitwirken ("Partizipation").

Brücken zur Region festigen

Städte schlagen Brücken: zu den umliegenden Regionen, zu entfernten Gebieten außerhalb des Alpenraumes. Die "Alpenstadt des Jahres" reflektiert ihre Funktionen und Wechselbeziehungen mit den jeweiligen Regionen. Sie sucht nach konkreten Möglichkeiten einer "neuen Partnerschaft" zwischen Stadt und Land ("Funktion").

Zukunft nachhaltig gestalten

Die "Alpenstadt des Jahres" erkennt die Grundsätze der Alpenkonvention an und damit eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum. Sie verpflichtet sich, in möglichst vielen der zwölf Bereiche der Alpenkonvention konkrete und innovative Umsetzungsschritte zu entwickeln und sie auch durchzusetzen ("Vision").

Zusammenarbeit ausbauen

Die "Alpenstadt des Jahres" entwickelt und pflegt enge Kontakte mit den anderen Städten in den Alpen zum Austausch von Erfahrungen und Erarbeitung gemeinsamer Interessen als Alpenstädte. Die "Alpenstadt" setzt im Folgejahr besondere Akzente in Städten außerhalb des Alpenraumes ("Kooperation ").